Die Lieder-Edda Skîrnisför. Skirnirs Fahrt. Freyr, der Sohn Niörds, hatte sich einst auf Hlidskialf gesetzt und überschaute die Welten alle. Da sah er nach Jötunheim und sah eine schöne Jungfrau aus ihres Vaters Haus in ihre Frauenkammer gehen. Daraus erwuchs ihm große Gemüthskrankheit. Skirnir hieß Freys Diener. Niördr bat ihn, Freyr zum Reden zu bringen. … Weiterlesen > „Skîrnisför. Skirnirs Fahrt.“ »
Autor: sunny
Die Lieder-Edda Alvîssmâl. Das Lied von Alwis. Alwis. 1 Gedeckt sind die Bänke: so sei die Braut nun Mit mir zu reisen bereit. Für allzuhastig hält man mich wohl; Doch daheim wer raubt uns die Ruhe? Thôr. 2 Wer bist du, Bursch? wie so bleich um die Nase? Hast du bei Leichen gelegen? Vom … Weiterlesen > „Alvîssmâl. Das Lied von Alwis.“ »
Die Lieder-Edda Thrymskvidha oder Hamarsheimt. Thryms-Sage oder des Hammers Heimholung. 1 Wild ward Wing-Thôr als er erwachte Und seinen Hammer vorhanden nicht sah. Er schüttelte den Bart, er schlug das Haupt, Allwärts suchte der Erde Sohn. 2 Und es war sein Wort, welches er sprach zuerst: „Höre nun, Loki, und lausche der Rede: Was … Weiterlesen > „Thrymskvidha oder Hamarsheimt. Thryms-Sage oder des Hammers Heimholung.“ »
Die Lieder-Edda Ögisdrecka. Ögirs Trinkgelag. Ögir, der mit anderm Namen Gymir hieß, bereitete den Asen ein Gastmahl, nachdem er den großen Keßel erlangt hatte, wie eben gesagt ist. Zu diesem Gastmal kam Odhin und Frigg sein Weib. Thôr kam nicht, denn er war auf der Ostfahrt. Sif war zugegen, Thôrs Weib, desgleichen Bragi und Idun … Weiterlesen > „Ögisdrecka. Ögirs Trinkgelag.“ »
Die Lieder-Edda Hŷmiskvidha. Die Sage von Hymir. 1 Einst nahmen die Walgötter die erwaideten Tiere Zu schlemmen gesonnen noch ungesättigt: Sie schüttelten Stäbe, besahen das Opferblut, Und fanden, Ägirn fehle der Braukessel. 2 Saß der Felswohner froh wie ein Kind, Doch ähnlich eher der dunkeln Abkunft. Ihm in die Augen sah Odins Sohn: „Gib … Weiterlesen > „Hŷmiskvidha. Die Sage von Hymir.“ »
Das Harbardslied. Thôr kam von der Ostfahrt her an einen Sand; jenseits stand der Fährmann mit dem Schiffe. Thôr rief: 1 Wer ist der Gesell der Gesellen, der überm Sunde steht? Harbard antwortete: 2 Wer ist der Kerl der Kerle, der da kreischt überm Waßer? Thôr. 3 Über den Sund fahr mich, so … Weiterlesen > „Harbardhsliodh. Das Harbardslied“ »
Die Lieder-Edda 139 Ich weiß, daß ich hing am windigen Baum Neun lange Nächte, Vom Sper verwundet, dem Odhin geweiht, Mir selber ich selbst, Am Ast des Baums, dem man nicht ansehn kann Aus welcher Wurzel er sproß. 140 Sie boten mir nicht Brot noch Meth; Da neigt’ ich mich nieder Auf Runen sinnend, lernte … Weiterlesen > „Odhins Runenlied.“ »
Die Lieder-Edda 111 Zeit ists zu reden vom Rednerstuhl. An dem Brunnen Urdas Saß ich und schwieg, saß ich und dachte Und merkte der Männer Reden. 112 Von Runen hört ich reden und vom Ritzen der Schrift Und vernahm auch nütze Lehren. Bei des Hohen Halle, in des Hohen Halle Hört ich sagen so: 113 … Weiterlesen > „Loddfafnis-Lied.“ »
1 Der Ausgänge halber bevor du eingehst Stelle dich sicher, Denn ungewiss ist, wo Widersacher Im Hause halten. 2 Heil dem Geber! der Gast ist gekommen: Wo soll er sitzen? Athemlos ist, der unterwegs Sein Geschäft besorgen soll. 3 Wärme wünscht der vom Wege kommt Mit erkaltetem Knie; Mit Kost und Kleidern erquicke den Wandrer, … Weiterlesen > „Hâvamâl. Des Hohen Lied“ »
Vorwort. Zur Edda soll man einige Kenntnis mitbringen von ihrer Geschichte, vom Ursprung und Sinn ihrer Mythen, von der Umbildung ihrer Göttersage in Heldensage, von der endlichen Verwandlung beider in Märchen. Der deutsche Leser soll außerdem wissen, daß er ihr dieselbe Pietät schulde, welche einem Sohne, wenn er kein Bild seiner seligen Mutter besäße, geziemen … Weiterlesen > „Die Edda – Ein Vorwort von Wilhelm Jordan“ »